Bonfire


Die vier Ritter erreichten den Düsterwald noch vor der Dämmerung und maschierten noch tief in  das dunkle Gebiet hinein, ehe sie sich annahmen zu rasten und ihr Lager aufzuschlagen.
Die letzten Tage hatte es geradezu unentwegt geregnet, was das finstere Moor noch unpassierlicher werden lies und jeder Schritt forderte allmählich große Mühen.
Ihre Pferde ließen sie schon zurück, noch bevor sie die hölzerne Pforte betraten denn
ein finsterer Schatten suchte den Düsterwald heim und selbst Tiere schienen das zu spüren, denn sie weigerten sich auch nur ein Bein in das verfluchte Dickicht zu setzen.
Dennoch drängte die Zeit und das Gebiet zu umgehen hätte sie mindestens zwei Tagesritte gekostet.

Der Wald verschlang jedwedes Licht, der Tag war so dunkel wie die Nacht, und, diese wiederum sei so schwarz wie das Nichts.
Doch als die Nacht drohte anzubrechen und nichteinmal das Sternenlicht seinen Weg durch die dichten Blätterkronen fand, bemerkten sie in nicht weiter Ferne eine Quelle.
Licht oder viel eher...ein Feuer?

 
Es musste von einem nahen Lager kommen doch dies war höchst unwahrscheinlich, der Düsterwald galt als verflucht und nur wenige wagten sich in das finstere Dickicht hinein.
Aufgrund seines Rufs war er die perfekte Zuflucht für Mörder, Ketzer und andere Schurken, die sich vor dem Gesetz verstecken vermochten.

Wer also könnte hier inmitten des finsteren Düsterwaldes sein Lager aufschlagen ?
Oder waren sie ebenso wie sie Männer durch ihre Pflicht auf eine höhere Mission berufen?
Garreth gab ein Zeichen, dass sie sich aufteilen und sich im Schutze der Dunkelheit von allen Richtungen der mysteriösen Quelle nähern.

Es schien sorgfältig geschützt, denn stolperdraht und gut getarnte Fallen würden sie frühzeitig über jeden unvorsichtigen fremden warnen der sich dem Lager nähert.
Garreth und seine Männer waren aber keine einfachen reisenden, und schon garkeine unvorsichtige Narren.
Sie waren gesalbte Ritter der Sonne, durch viele Herausforderungen gestählt und vom Licht geliebt.
Das ermächtigte sie Wunder zu wirken deren Effektivität von der Ergebenheit ihres Glaubens abhing.
Ein solches Wunder sprach Garreth und das offenbarte ihnen  die umliegenden Gefahren und sie gelangten unbemerkt näher.

Das Lager war klein, ein Feuer in der Mitte an dem ein Mann saß und Wache hielt und zwei weitere, die bereits in ihren Schlafsäcken zu schlafen schienen.
Der Wachende hatte Schulter-langes gewelltes Haar zu einem Zopf gebunden, einen feinen Drei-Tage-Bart und trug eine leichte Rüstung die das Wappen des Maldurin trug.
Jener Rebellen, die sich gegen den Frieden stellen und mit ihrer ketzerischen Forschung das Wohl und die Ordnung bedrohen.
Jene Ketzer, welche die heiligen Artefakt Stätten zu beanspruchen versuchen und in offenen
Krieg mir dem Reich stehen. 

Einst war das Reich Rieubane eins und gut und es herrschte weitgehend Frieden, bis dann aber einer kam der nach Macht gierte und die Menschen im ganzen Reich spaltete mit falschen versprechen und mit Lügen.
Die Massen sammelte er um sich, gewöhnliches Volk wie auch einflussreiche Männer mit dem Ziel das verlorene Wissen wieder herzustellen welches dem alten Volk einst schon zum Verhängnis wurde und aus dieser Geschehen also entflammte ein langjähriger Krieg um
die Bewahrung der alten und Erforschung alter Relikte.

Garreth gab das Zeichen. Ein Pfeil traf geradewegs die Kehle des unvorbereiteten Wächters und in einem gefühlten Augenblick waren auch die anderen Männer ihres Lebens mit gekonnten Hieben beraubt, ehe sie ahnten was vor sich geht.

Es war ein kurzer Prozess und es lag weder Ruhm noch Ehre daran Männer wehrlos im Schlaf zu ermorden, aber die Dinge waren nun einmal wie sie sind und sie nutzten den Vorteil der Überraschung ehe sich eine Gefahr bahnen konnte.
Sie untersuchten das Lager gründlich nach Spuren von Komplizen und weiteren Hinweisen, dabei stieß Rodhan auf ein silbernes Medallion um den Hals einer der Männer, inmitten dessen das Bild einer Frau und eines Mädchens eingezeichnet war.
"Für Rob, in Liebe, Maria" hieß die Gravur und war offensichtlich ein Geschenk von einer Frau an ihren nun leblosen  Gatten.

Es war kein ungewöhnliches Ereignis, denn letztendlich waren auch Feinde Rieubanes letztendlich nur Menschen, die liebten und Familien hatten.
Ein Ritter der Sonne aber blendet das aus und sieht auf dem Schlachtfeld nur Freund und Feind denn seiner Berufung darf nichts im Wege stehen.
Dennoch löste der kleine Anhänger etwas bei Rodhan aus, dass er bereits lange unterdrückte, oder versuchte zu unterdrücken.

 

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